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Hirschgarten

Man muss es mal erlebt haben, in einer lauen Sommernacht, von der Parkseite her näherkommend, wenn erst ein fernes Summen in der Luft liegt, das langsam lauter wird, schließlich zum Brausen der Stimmen und Geklingel der Krüge anwächst und dann, ja dann steht man mittendrin in der Brandung mit Schaumkronen, im Meer der 7000 Bier- und Redseligen, im Epizentrum des bajuwarischen Lebensgefühls.

Noch etwas, was man erlebt haben muss: den Schankkellner. "Maßkriagl selber hoin!" wird bayerisch-freundlich jeder angeherrscht, der die Stirn hat, unbewaffnet vor dem Herrn zu erscheinen. Dann aber gibt's ein zünftiges Augustiner aus dem 200-Liter-Holzfaß. Prost Herr Nachbar, Leben satt!

Machen Sie bloß nicht den Fehler, sich hier ohne Treffpunkt zu verabreden, Sie finden sich nie, niemals nicht, da verdurschten Sie eher, so groß ist er, der Hirschgarten, der größte Biergarten Bayerns (vielleicht auch der ganzen Welt, aber das ist uns wurscht).
Hirschgarten
Hirschgarten 1, 80639-München-Nymphenburg, (089) 17 99 91 19
Wann: Täglich 11.30 - 23.30 Uhr So ab 11 Uhr schon früh im Jahr offen
MVV: S 1 - 6/8 Laim oder Hirschgarten, Bus 132 Tram 16/17 Steubenplatz
Rad: Radwege Arnulfstraße, Fürstenrieder-, Wotanstraße; 2,5 km Taxisgarten 3 km Augustiner-Keller 3 km Laimers
Parken: Parkplat , aber Vorsicht, oft voll!
Sitzplätze: 7000; durchweg Holztische im Gartenteil; am Gehege feste Holztische
Essen: Große Auswahl von Almkäs bis Zuckerwatte; Fischer-Vroni
Kinder: Kettenkarussell, Wildgehege, Wiesen, Spielzeugstand, im Juli Magdalenenfest
Bier: Augustiner
Plus: Schiere Größe, gute Stimmung, Krüge selber holen
Minus:
Fazit: Trotz Rekordgröße ein Ur-Münchner Klassiker
© KNÜRR-Verlag

Tipp

Nymphenburger Park

Die Sommerresidenz bayerischer Potentaten bietet einen herrlichen Park mit eingelagerten Juwelen: Allen voran die Amalienburg, dazu Badenburg und Magdalenenkapelle, dazwischen Seen und Katarakte, Liegewiesen und verwunschene Ecken. Auf das Hauptschloss
kann man dabei getrost verzichten, das heben wir uns für den Winter auf. Vom Marstallmuseum mit seinen Kutschen geht es dann über die Hirschgartenallee zum Biergarten.

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